Ernährungsberatung

Verträgt mein Hund oder Pferd sein Futter?

Kommen die Blähungen oder der Durchfall vom Futter?

Fragen Sie sich das oder ähnliches auch manchmal?

 

Eine Futtermittelaustestung mit dem Bioresonanzgerät zeigt, welches Futter, welche Nahrungsergänzungesmittel, welche Kräuter etc. Ihr Tier verträgt und welche nicht.
Gerne berate ich Sie bzgl. einer artgerechten, ausgewogenen und gesunden Ernährung für Ihren Hund oder Ihr Pferd.

Vereinbaren Sie gerne gleich einen Termin mit mir!


Artgerechte Ernährung am Beispiel des Hundes

Artgerechte Ernährung - was heißt das eigentlich?

Wollen wir nicht alle unsere Hunde artgerecht ernähren? Doch was bedeutet das eigentlich?

Wir meinen, darauf lässt sich ganz einfach eine Antwort finden. Was täten Hunde wohl, um sich zu ernähren, wenn sie nicht mehr von Menschen gefüttert würden? Sie gingen auf die Jagd.
Von der Maus, über den Hasen, den Fasan, das Reh, auch das Wildschwein, bis hin zum Hirschen – alle wären Beutetiere. Und die würden komplett vertilgt. Das reicht vom Blut bis hin zu Teilen des Magen- oder Darminhalts und endet beim Fell. Kaum etwas bliebe übrig.
Weizen, Roggen-, Hirse-, Gersten-, Hafer- und Maisfelder allerdings wären vor ihnen sicher, nicht aber Hühner, Enten, Gänse, Schafe, Ziegen und Rinder.
Nun sage keiner: Mein Hund täte das nicht, er ist viel zu klein und zu verwöhnt. Nein, so ist das nicht. Auch der kleinste ist noch ein Wolf, vor allem, wenn er Hunger hat, und der Yorkshire Terrier – wirklich einer der kleinsten – ginge sofort auf Mäuse- und Rattenjagd, wofür er mal gezüchtet wurde, Schleifchen hin oder her.
Man mag Hunde mit Trockenfutter, vegetarisch oder vegan ernähren – jeder nach seinem Gusto – aber artgerecht ist das nicht.

(Auszug aus Per Naturam Ratgeber für die artgerechte Hundeernährung – 2. aktualisierte Ausgabe – März 2017)

Verstehen, wie der Darm des Hundes funktioniert

Es häufen sich in der letzen Zeit viele ernährungsbedingte Probleme bei Hunden wie Allergien, Ekzeme, Verdauungsprobleme, Bewegungsstörungen, psychische Probleme u.v.m.
Wertungsfrei kann man davon ausgehen, dass bereits vom Tierarzt im Welpenalter Fertigfutter empfohlen wird. Ein Blick in die Zusammensetzung vieler Fertigfutter lässt uns über den hohen Getreide-, Stärke und Milchzuckeranteile staunen. Da wollen wir uns die Verdauung des Hundes doch mal genauer ansehen.


Die  Ernährung, wie sie früher war
Der Hund stammt vom Wolf ab und ist daher primär ein Fleischfresser. Dadurch verträgt er u.a. auch große Mengen an Fett. Die Ernährung des Welpen beginnt mit der fett- und eiweißreichen, jedoch milchzuckerarmen Muttermilch. Rund 30 Prozent des Energiebedarfs des Welpen werden durch Protein, 60 Prozent durch Fett und nur 10 Prozent durch Kohlenhydrate gedeckt. Im vergleich zur Kuhmilch ist der Anteil an schwefelhaltigen Aminosäuren sehr hoch und der Gehalt an Lysin sehr gering. Die Hundemilch ist reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wobei sich die Zusammensetzung der Fettsäuren nach der Aufnahme richtet. Die Spurenelementgehalte der Hundemilch sind auffallend hoch (Verhältnis von Zink zu Kupfer 3:1).

Stärke für Welpen nicht artgerecht
Saugwelpen sind nicht ausreichend mit Enzymen ausgestattet, um Stärke im geforderten Maße aufzuschließen. Daher sollten getreidehaltige Produkte nicht an Welpen gefüttert werden. Besser sind Hackfleisch als erste Mahlzeit nach der Milch.

Der Wolf im Hund
Das scharfe Gebiss des Hundes dient dem Ergreifen von Beute, Zerreißen und Abscheren von Nahrungsteilen. Bei seinen Vorfahren, dem Wolfsrudel, sind bei der Jagd auf Großwild nur zu 10 Prozent erfolgreich. In härteren Zeiten ernähren sich Wölfe mit Kaninchen, Hasen, Vögeln oder Mäusen. Und wie oben beschrieben - würde der Hund auch Maus, Hasen, Fasan, Reh, Wildschwein bis hin zum Hirschen fressen und die würden komplett vertilgt. Das reicht vom Blut bis hin zu Teilen des Magen- oder Darminhalts und endet beim Fell. Kaum etwas bliebe übrig. der Hund frisst einfach alles, das Beutetier wird komplett vertilgt.

Besonderheiten in der Verdauung
Bei sauren pH-Werten von 2 bis 3 kann die Magenverdauung bis zu 20 Stunden betragen. Die Dünndarmverdauung entspricht weitestgehend der von Mensch oder Pferd. Der Dickdarm des Hundes ist hingegen kurz und mit sehr verschiedenen speziellen Bakterienkulturen besiedelt, die ihr Darmmilieu z.B. mit Hilfe schwefelhaltiger Stoffwechselprodukte selbst gestalten. Milchzucker und bestimmte Stärkearten können das Bakteriengleichgewicht aus dem Lot bringen. Einseitige eiweiß- oder bindegewebsreiche Futterrationen können ebenso Fehlgärungen provozieren. Es kann zu Durchfall kommen.

Fleisch, Blut, Knochen, Fett, Faser
Fleisch ist der Hauptbestandteil des Hundefutters, hochwertiges Muskelfleisch (inkl. Herz) und Knochen. Außerdem ist das Blut ein wichtiger Mineralstofflieferant, nicht nur weil es viel Eisen enthält. Fett kann in der Hundefütterung diätetisch eingesetzt werden, da es die Gärungsvorgänge in der Darmflora dämpft und sich so positiv auf die Verdauung des Hundes auswirkt. Leicht fermentierbare Faserstoffe wie Pektine und Oligosaccharide wirken verdauungsstabilisierend. Wir finden diese Fasern in Rübenschnitzeln, Möhren oder Sellerie, in vielen regionalen Gemüsen der Saison. Auch Kräuter (Koriander, Anis, Fenchel, Kümmel), die der Wolf in der Wildnis finden würde, sind für den Hund geeignet und gut verdaulich. Haferkleie erhöht den Füllungsdruck im Dickdarm und kann zur Regulierung der Darmtätigkeit eingesetzt werden.

 

Milchprodukte

Die Verdauung des erwachsenen Hundes ist nicht auf Milchprodukte ausgelegt. Ein erwachsener Wolf hat sicher nicht in der Wildnis Milch zu sich genommen. Daher sollten milchhaltige Produkte wie Joghurts, Quark, Hüttenkäse, Buttermilch o.ä. nicht gefüttert werden, speziell die aus Kuhmilch nicht. Die Milch bringt die Bakterien im Verdauungstrakt des Tieres durcheinander und führt zu Blähungen und Durchfall.

Der Speiseplan des Hundes
Man sollte dem Hund eine gemischte, vielfältige Kost anbieten. Dabei steht Fleisch an erster Stelle. Der Hund sollte Muskelfleisch, Innereien und Knochen erhalten (Bioqualität), die er in der Natur bevorzugen würde. Neben einer ausgewogenen Zusammensetzung der Aminosäuren finden wir hier eine große Konzentration wichtiger Spurenelemente wie Eisen und Zink und Calcium aus den Knochen.


Ungeeignet sind hormonproduzierende, innere Organe wie Lunge, Euter, Nieren, Schlund, Kehlkopf, Milz, Bauchspeicheldrüse und auch bindegewebsreiche Schlachtabfälle!
Zuviel Bindegewebe aus Schlachtabfällen (üblich in der industriellen Hundeernährung) ist vom Aminosäurespektrum her einseitig und ungünstig für die Darmflora.

 

Aufgrund der Toleranz des Hundes gegenüber Fetten und gemäß der Zusammensetzung der Muttermilch verträgt der Hund hohe Fettgehalte. Es spricht nichts dagegen, den Hund mit einem gewissen Anteil an Ölen und Fett zu versorgen. Omega-3-fettsäurehaltige Öle wie z.B. Lein- oder Hanföl wirken positiv auf Entzündungsgeschehen und könnten etwaige Nachteile durch die Fleischfütterung aufheben, um langfristig Gelenkserkrankungen vorzubeugen. Gekochtes oder rohes Gemüse wie Karotten, Sellerie oder Rote Beete liefern leicht fermentierbare Rohfaser, wichtige Vitamine und Spurenelemente.

 

Kräuter und Pflanzen
Kräuter sind ein wichtiger Bestandteil der Hundeernährung. Sie sind Faserlieferanten und enthalten wertvolle Sekundäre Pflanzenstoffe, die antioxidativ und krebsvorbeugend wirken. Daneben wirken viele Kräuter verdauungsfördernd und leberstimulierend. Außerdem helfen Kräuter als natürliche Wurmprophylaxe.

Kohlenhydrate sind nicht arttypisch

Zu den kohlenhydrathaltigen Futtermitteln gehören stärkereicher Weizen, Gerste, Roggen, Mais und deren Verarbeitungsprodukte wie Nudeln oder Flocken aller Art.
Kohlenhydrate spielen in der Ernährung des Wolfes/Hundes eine untergeordnete Rolle. Der Wolf/Hund frisst sicher alles, aber die Entwicklung des Getreides hat erst nach der Entwicklung des Wolfes eingesetzt, auf deutsch, der Wolf war vor dem Getreide da.
Es reagieren viele Hunde auf das heutige hochgezüchtete Getreide bzw. das Getreideeiweiß allergisch. Ebenso können große Stärkeanflutungen oder unaufgeschlossenes Getreide aus Trockenfutter die Durchfallneigung stark erhöhen.

(Auszüge aus den Quellen: Meyer, Zentek, Ernährung des Hundes, Parey 2001, Dr. Susanne Weyrauch-Wiegand 2016)


Was ist nun die Lösung?

Rohfleischfütterung (BARF) oder gesundes hochwertiges Fleischfutter aus der Dose

Es wirkt sicherlich sehr kompliziert, aufgrund der Mengen an Hundefutter auf dem Markt, das richtige Futter auszuwählen.
Gerne berate ich Sie bzgl. einer artgerechten, mineralstoffreichen, ausgewogenen Ernährung für Ihren Hund.

Rufen Sie mich gerne an unter: 0176 - 24 61 02 52


Noch ein wichtiger Punkt....

Hunde vegetarisch oder vegan ernähren?

Hierzu möchte ich auch noch ein paar Worte sagen.

Wie oben beschrieben haben die Hunde sich die Beutetiere gerissen und sämtliches Fleisch, Knochen, Knorpel, Innereien, Blut etc. gefressen. D.h. das Beutetier wurde komplett vertilgt. Das reicht vom Blut bis hin zu Teilen des Magen- oder Darminhalts und endet beim Fell. Von der Maus, über den Hasen, den Fasan, das Reh, auch das Wildschwein, bis hin zum Hirschen – alle wären Beutetiere eines Hundes. 

Hunde nehmen sicherlich auch einen pflanzlichen Anteil mit ihrer Nahrung auf, z.B. durch den Magen­inhalt der Beutetiere, durch Kräuter und Beeren etc. Aber Hauptbestandteil des Futters unserer Hunde muss demzufolge tierischer Herkunft sein. Man geht dabei von ca. 80 – 90 % tierischen und 10 – 20 % pflanzlichen Bestandteilen in der Gesamtfuttermenge aus. Außerdem ist der pflanzliche Anteil durch den Magen des Beutetieres (Pflanzenfresser) schon vorverdaut.

Wenn man dieses Wissen hat, sollte jedem klar sein, dass die vegetarische Ernährung oder gar vegane Ernährung von Hunden alles andere als artgerecht ist.


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